
«Diese Unterstützung durch die Orpheum Stiftung ist grossartig für mich.»
Eva Gevorgyan im Gespräch mit Andreas Müller-Crepon über ihr Konzert mit der Academy St Martin in the fields vom 10. April in der Tonhalle Zürich.
Du bist am Orpheum-Konzert in Zürich mit Musik von Mozart zu Gast und bist wie Mozart du schon sehr viel gereist. Weisst Du, wieviele Kilometer Du 2025 zurückgelegt hast?
Nein, das weiss ich tatsächlich nicht. Aber es ist wahr – ich habe letztes Jahr über 100 Konzerte gegeben, auf allen Kontinenten.
Ausser in Neuseeland, stimmt das?
Neuseeland kommt demnächst. 2026 werde ich dort Chopin spielen, wenn es mit dem Visum klappt. Man weiss ja nie.
Du bist nicht zum ersten Mal als Orpheum-Solistin auf dem Podium. Was bedeutet Dir die Förderung durch die Stiftung?
Diese Unterstützung durch die Orpheum Stiftung ist grossartig für mich. Letztes Jahr konnte ich mit Julia Fischer und wunderbaren Kolleginnen und Kollegen Schubert’s Forellen-Quintett proben und aufführen. Das war eine wichtige und sehr inspirierende Erfahrung. Das ganze Team ist sehr engagiert und ich freue mich natürlich darauf, wieder in der Zürcher Tonhalle aufzutreten!
Was ist deine Geschichte mit Mozart und seiner Musik?
Widersprüchlich. Scheinbar einfach, und doch so schwierig. Man denkt: aha – er komponiert eine Melodie mit nur drei Noten. Aber wenn man sie spielen und gestalten will, wird jedes Detail wichtig. Ich versuche immer, seine Musik wie improvisiert, spontan klingen zu lassen.
Hast du Mozarts Jenamy-Konzert schon einmal gespielt?
Nein, es ist ein Debüt und ich freue mich schon sehr darauf. Ich habe ja auch noch nie mit der Academy of St. Martin in the Fields gespielt. Der Dialog mit dem Orchester im ersten Satz ist so schön und zugleich anspruchsvoll. Und Mozart’s Humor im letzten Satz ist unwiderstehlich!
Weisst Du schon, welche Farbe du tragen willst für das Mozart-Konzert?
Darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Neulich habe ich für die Gershwin-Rhapsody in Blue tatsächlich ein blaues Kleid angezogen. Das hat natürlich sehr gut gepasst. Aber für Mozart werde es wohl eher etwas klassisch Dezentes auswählen, eventuell sogar schwarz – oder weiss.