
«Ich bin sehr dankbar für diese Unterstützung in einem wichtigen Moment meiner Karriere!»
Ziyu He im Gespräch mit Andreas Müller-Crepon über sein Konzert vom 23. September 2026 im Kaufleuten Zürich.
Erinnerst Du dich an das erste Mal mit einer Violine in der Hand?
Ich hatte zum 5. Geburtstag eine Geige bekommen und versuchte, selber darauf zu spielen. Es war in unserer Stadt sehr schwierig, einen guten Lehrer zu finden, das dauerte einige Zeit. Aber ich empfand die Geige nie als Fremdkörper, ich hatte sofort ein sehr natürliches, glückliches Gefühl, sie in die Hand zu nehmen und ein paar Töne darauf zu versuchen.
Als 11-jähriger aus China nach Salzburg: war das ein Kulturschock?
Eigentlich nicht. Es war einfach alles ganz anders als zuhause. Ich wurde ja begleitet von meiner Mutter. Sie blieb in Österreich, bis ich 18 Jahre alt war – mein Vater musste in China weiter Geld für die Familie verdienen. Ich war aber ganz offen für den neuen Ort, habe sehr intensiv gearbeitet und Deutsch gelernt. Ich ging ja auch in die Schule, ganz normal. Und die Entscheidung für das Musikstudium in Salzburg ist dann ganz natürlich gefallen. Ich fühlte mich zuhause in Österreich und spielte ja auch immer wieder Konzerte hier.
Tafelspitz oder Wiener Schnitzel?
Tafelspitz, zur Zeit.
Salzburger Nockerln oder Kaiserschmarrn?
Ganz Klar: Kaiserschmarrn!
Der Kontakt zu Orpheum – wie kam er zustande?
Das war in der Corona-Zeit 2019-20. Alles war abgesagt. Es war sehr frustrierend. Da kam eines Tages der Anruf aus Zürich mit der Einladung, für ein Mozart-CD Projekt Aufnahmen zu machen. Zusammen mit Howard Griffiths konnte ich das Violinkonzert Nr. 3 aufnehmen, das 2022 in der CD-Reihe „Next Generation Mozart Soloists“ erschienen ist.
Was bedeutet die Förderung durch Orpheum für Dich?
Es ist eine sehr gute Förderung. Ich konnte danach noch hin und wieder mit Howard Griffiths zusammenarbeiten. Ich bin sehr dankbar für diese Unterstützung in einem wichtigen Moment meiner Karriere!